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Wichtige Infrastrukturprojekte müssen schneller umgesetzt werden

Experten diskutieren in der Handelskammer über Fahrrinnenanpassung der Elbe

Hamburg, 6. Februar 2019 – „Wichtige Infrastrukturprojekte müssen in Zukunft wesentlich schneller umgesetzt werden, als dies bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe der Fall war“, sagte Plenarmitglied Dr. Johann Killinger bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Handelskammer und UVHH zum Start der Baumaßnahmen vor 100 Teilnehmern. „Ziel muss es sein, bei solchen Verfahren auf sechs Jahre zu kommen. Sechzehn Jahre – wie im Falle der Elbe – sind zu lang und gefährden damit den gesamten Standort.“ Eine Verkürzung der Verfahren erfordere entsprechende Personalkapazitäten bei den Planungsbehörden und den Gerichten sowie Verfahrensklarheit für alle Beteiligten. Insbesondere die Auslegung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie habe aufgrund unklarer Rechtsbegriffe wertvolle Jahre gekostet. Die Handelskammer Hamburg werde im Rahmen der Evaluation dieser EU-Richtlinie dazu Stellung nehmen.

„Durch die unverhältnismäßig lange Planungs- und Genehmigungsdauer der Fahrrinnenanpassung hat der Hamburger Hafen Marktanteile im internationalen Wettbewerb verloren“, ergänzte Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverband Hafen Hamburg e. V.. Diese gelte es nun zurückzugewinnen. Die Zeichen für den Hafen stünden auf Wachstum und die Hamburger Hafenunternehmen seien darauf sehr gut vorbereitet. „Neben der verkehrsgeografisch günstigen Lage des Hamburger Hafens spielen Stärken wie die Innovationskraft, hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Produktivität der ansässigen Hafenbetriebe eine bedeutende Rolle“, so Bonz weiter. „Diese Stärken kommen jedoch nur zum Tragen, wenn alle für Hamburg wichtigen Infrastrukturprojekte zügig zum Abschluss gebracht und Infrastrukturdefizite beseitigt werden.“

In der von Handelskammer Hamburg und Unternehmensverband Hafen Hamburg e. V. organisierten Veranstaltung „Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe – Ausblick und Erwartungen“ informierten Experten über die anstehenden Baumaßnahmen zur Fahrrinnenanpassung und diskutierten über Verbesserungen in der nautischen Erreichbarkeit und die Erwartungen der Hafenakteure. Killinger und Bonz richteten zunächst großen Dank an Politik und Verwaltung für die Beharrlichkeit und Ausdauer des nun in die Umsetzung gehenden Infrastrukturprojekts.

 

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