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Hamburger Hafen: Erfolgskurs fortsetzen – Infrastruktur und Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig gestalten

Der Hamburger Hafen hat sich von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich schneller erholt als erwartet. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet der Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V. (UVHH) mit einem Gesamtumschlag von rund 130 Mio. t und einem Containerumschlag von rund 9 Mio. Standardcontainern. Damit werden die Umschlagsergebnisse aus dem Jahr 2008 nur knapp verfehlt. Dieser Erfolg ist zum einen auf das erfolgreiche Krisenmanagement der Hafenunternehmen, zum anderen auf die breite Dienstleistungspalette des Universalhafens Hamburg zurückzuführen.

Für das kommende Jahr erwartet die Hamburger Hafenwirtschaft weiteres Wachstum, allerdings wird dies im Vergleich zu 2011 voraussichtlich etwas schwächer ausfallen. Mittel- und langfristig ist von einer weiterhin dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Asien und insbesondere in der VR China - dem wichtigsten Handelspartner des Hamburger Hafens - sowie den aufstrebenden osteuropäischen Ländern auszugehen.

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Diese positiven globalen Rahmenbedingungen sind ein Garant für potentielles Umschlagswachstum im Hamburger Hafen. Um diese Chancen zu nutzen, muss der Umschlag und der Weitertransport der Güter im Hafen und ins Hinterland effizienter gestaltet und am Bedarf orientierend ausgebaut werden. Hier sehe ich nach wie vor dringenden Handlungsbedarf und sowohl die Politik als auch die Wirtschaft in der Pflicht “.

Der Hamburger Senat hat sich klar und eindeutig zum Hafen bekannt und bereits zu Beginn seiner Amtsperiode wichtige Weichenstellungen vorgenommen, wie beispielsweise die Zusammenführung des Wirtschafts- und Verkehrsressorts und die Überarbeitung des Hafenentwicklungsplanes unter Einbeziehung der Hafenwirtschaft.

Die zentralen Themen für die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Hafens sind allgemein bekannt:

  • schnelle Realisierung der zentralen Infrastrukturprojekte - allen voran die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe,
  • dauerhafte Sicherstellung einer bedarfsorientierten Hafenfinanzierung,  
  • verlässliche Rahmenbedingungen auch unter Kostenaspekten für
    die Wettbewerbsfähigkeit der Hafenwirtschaft,
  • Stärkung des Hamburger Universalhafens sowie
  • Erhöhung der Wertschöpfung vor Ort (local content) u.a. durch Industrieansiedlungen mit positiven externen Effekten für den Hafen.

Gunther Bonz: „Wir wissen, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Wir haben daher kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Die Umsetzung von Verkehrsinfrastrukturprojekten ist heutzutage von viel zu langen Planungs- und Umsetzungszeiträumen geprägt und zudem von öffentlichen Haushalten und Legislaturperioden abhängig.“ Davon ist nicht nur die Freie und Hansestadt Hamburg betroffen, sondern die gesamte exportorientierte deutsche Volkswirtschaft. „Der Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind Zukunftsinvestitionen und eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität und Klimaschutz.“, so Bonz weiter.

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist im Geschäftsmodell bei vielen Unternehmen der Hafenwirtschaft fest verankert. Nicht zuletzt ist der UVHH - wie viele seiner Unternehmen auch - seit Jahren aktives Mitglied der UmweltPartnerschaft Hamburg. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ steht stellvertretend für einen Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Verträglichkeit. Dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung ist sich die Hafenwirtschaft sehr bewusst. Die Hafenbetriebe leisten durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung des Energie-, Flächen- und Ressourcenverbrauches.

Darüber hinaus ist die Schifffahrt nachweislich einer der umweltverträglichsten Verkehrsträger. Der Einsatz sehr großer Containerschiffe ist weniger schädlich für die Umwelt als der Transport an Land, da Seeschiffe pro Tonnenkilometer einen geringeren Schadstoffausstoß erzeugen als andere Verkehrsträger. Im Hamburger Hafen selbst werden bislang rund ein Viertel des Zu- und Ablaufverkehrs per Feederschiff abgewickelt. Vom verbleibenden Ladungsanteil entfallen im Container-Fernverkehr rund 70 Prozent der Transportmenge auf die ebenfalls umweltfreundliche Schiene.

Im Hamburger Hafen werden daher nicht nur volkswirtschaftlich ertragreiche und verkehrswirtschaftlich effiziente, sondern vor allem auch umweltverträgliche Transportketten miteinander verknüpft.

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