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Hafenwirtschaft lehnt Uni-Neubau auf dem Kleinen Grasbrook weiterhin ab

Der Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V. spricht sich vehement gegen einen Neubau der Universität auf dem Kleinen Grasbrook aus und fordert, dass die knappen Hafenflächen dauerhaft für Hafenzwecke genutzt werden.

„Die gestrigen Äußerungen der Senatorin Gundelach und des Oberbaudirektors Walter vor dem Wissenschaftsausschuss verdeutlichen dass die Diskussion über die bauliche Entwicklung der Universität von Anfang an weder neutral noch ergebnisoffen geführt wurde.“, so Norman Zurke, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V. „Aus Sicht der Hafenwirtschaft ist die von der Wissenschaftsbehörde in Auftrag gegebene Studie nicht aussagefähig, da darin ausschließlich stadtentwicklungspolitische Aspekte abgewogen werden. Die entscheidende Frage, nämlich wie sich eine Universitätsverlagerung auf die Umschlagsentwicklung und Beschäftigung im Hafen auswirken würde, ist weder untersucht noch berücksichtigt worden.“, so Zurke weiter. Fakt ist, dass der Hafen für den Umschlag Flächen mit Wasseranschluss und ausreichender Wassertiefe für Seeschiffe braucht – die Universität nicht! Aufgrund der geographischen Lage des Hafens mitten in der Stadt sind solche Flächen knapp bemessen. Auf dem Kleinen Grasbrook ist mit dem Überseezentrum das größte Unternehmen für Lager- und Kontraktlogistik im Hafen sowie angrenzend ein Multifunktionsterminal mit der einzigen Abfertigungsmöglichkeit für Frucht- und Kühlschiffe sowie für die Verladung von Fahrzeugen angesiedelt. Darüber hinaus haben die Unternehmen auf dem O´Swaldkai eine Bestandsgarantie bis zum Jahr 2025. Zudem sind Konflikte zwischen

Studieren/Wohnen und Gewerbe aufgrund der mit dem Hafenbetrieb verbundenen und unvermeidbaren Lärmemissionen vorprogrammiert. Ein Neubau der Universität auf dem Kleinen Grasbrook würde zu einer Abwanderung dieser Hafendienstleistungen in andere Häfen führen, da für die dort angesiedelten Unternehmen keine Ersatzflächen im Hafen zur Verfügung stehen. Folglich würden der Stadt Wertschöpfung, hafenbezogene Steuern und Einnahmen sowie Arbeitsplätze verloren gehen.

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