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Hafen Hamburg hält Kurs auf Rekordergebnis

Für das Jahr 2014 wird ein Rekordergebnis im Gesamtumschlag von mehr als 142 Mio. Tonnen erwartet. Damit kann der Hafen Hamburg an die erfolgreichen Umschlagsergebnisse der Jahre 2007 und 2008 anknüpfen. Im Containerumschlag wird mit einem Ergebnis von mehr als 9,5 Mio. TEU gerechnet. Damit wird das Vorjahresergebnis erneut übertroffen.

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Der Erfolg des Hafen Hamburgs ist letztlich auf das flexible Agieren leistungsfähiger Hafenunternehmen zurückzuführen. Mit hohem personellen und finanziellen Aufwand verfügt Hamburg trotz der schwierigen seewärtigen Erreichbarkeit weiterhin über eine sehr hohe Abfertigungseffizienz. Dies darf aber nicht über die Notwendigkeit einer Fahrrinnenanpassung hinwegtäuschen.“

Über die Feeder Logistik Zentrale (FLZ) und über die Nautische Koordination Elbe (NKE) stimmen sich die Terminals über den Anlauf von Großcontainer- und Massengutschiffen ab. Im Durchschnitt befahren pro Tag mehr als fünf dieser sehr großen Seeschiffe mit einer Länge von über 330 m und/oder einer Breite von über 45 m die Elbe. Aufgrund der bestehenden Tiefgangs- und Breitenrestriktionen steht für die Abfertigung dieser Schiffe nur ein engbegrenzter Zeitkorridor zur Verfügung. Nach umgesetzter Vertiefung und Verbreiterung der Elbe in bestimmten Bereichen werden sich die Abfertigungsspitzen mindern, die aktuelle Situation entzerren und die Hinterlandinfrastruktur ein Stück weit entlastet. Aus Sicht der Reeder, die unter hohem Wettbewerbsdruck stehen, wird durch eine bessere Auslastung der Schiffe der Anlauf Hamburgs wirtschaftlich rentabler.

Auch im Hinterlandverkehr unternehmen die Hafen- und Logistikbetriebe große Anstrengungen, um mit hoher Qualität und Leistungsfähigkeit den Standort weiterhin attraktiv zu halten. Probleme bereitet der teilweise schlechte Zustand der Straßen und Brücken in Hamburg sowie in der gesamten Bundesrepublik. 

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Für das jahrelange Versäumnis rechtzeitig in die Infrastruktur zu investieren, zahlen wir jetzt den Preis. So sehr wir eine Instandsetzung und den Ausbau der Infrastruktur auch unterstützen, die Koordinierung von Baumaßnahmen zwischen der Verkehrs- und Innenbehörde und den Bezirken sowie dem Bund muss deutlich besser ablaufen.“

Nach aktuellen Prognosen wird die weltwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik verlieren. Gründe dafür sind die geopolitischen Risiken im Osten Europas und im Nahen Osten sowie eine schwächere Entwicklung im Euroraum. Auch der Wettbewerb in der Seeschifffahrt und zwischen den Häfen wird sich aufgrund von Überkapazitäten weiter verschärfen. Trotz der dargestellten Herausforderungen sind die Perspektiven für den Hafen Hamburg positiv. Aus Sicht der Hafenwirtschaft bestehen mittel- bis langfristig gute Chancen auf weiteres Wachstum, wenn:

  • mehr für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur getan und die Koordinierung von Baumaßnahmen / verkehrlichen Einschränkungen deutlich verbessert wird,
  • ein optimierter Güterverkehrsfluss und eine gleichmäßige Ausnutzung der Infrastruktur gewährleistet wird,
  • die Hafenfinanzierung dauerhaft sichergestellt wird und
  • verlässliche Rahmenbedingungen, beispielsweise in Bezug auf die Olympia-Bewerbung Hamburgs und der damit verbundenen Nutzung von Hafen- und Gewerbeflächen, hergestellt werden.

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