Mattentwiete 2
20457 Hamburg
 
Postfach 11 02 03
20402 Hamburg
 
Telefon: (040) 37 89 09 - 0
Telefax: (040) 37 89 09 - 70
E-Mail: info@uvhh.de
http://www.uvhh.de

Erfolgsfaktoren für den Hamburger Hafen: Infrastruktur und Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig gestalten

Der Universalhafen Hamburg ist auf eine leistungsfähige Infrastruktur und auf wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen angewiesen, um noch stärker als bisher an der positiven weltwirtschaftlichen Entwicklung zu partizipieren. Dazu gehört eine schnelle Umsetzung der im Bau befindlichen und geplanten Maßnahmen, wie die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe, der Ausbau der Autobahnen A7 und A1 sowie der Neubau der A26 Ost. Ergänzend dazu muss sich auch die Ordnungs- und Gebührenpolitik der Hamburger Behörden am Niveau anderer europäischer Häfen orientieren, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. 

Die allgemeine und öffentliche Infrastruktur im Hafen, wie Straßen, Schienen- und Wasserwege sowie Hafenbecken sind eine staatliche und daher steuerfinanzierte Aufgabe. Deshalb muss die Stadt auch im eigenen Interesse seiner Daseinsvorsorge nachkommen und die HPA mit ausreichend Finanzmitteln ausstatten, damit diese die öffentlichen Verkehrswege im Hafen instand halten und den verkehrlichen Erfordernissen anpassen kann.

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg: „In der Diskussion über öffentliche Investitionen muss endlich der um ein Vielfaches höhere Nutzen des Hamburger Hafens stärker berücksichtigt werden. Der Hafen erzeugt Steuereinnahmen von mehr als 900 Mio. Euro pro Jahr sowie regionalökonomische Multiplikatoreffekte und ist Garant für Zehntausende Arbeitsplätze. Dabei steht eine wirtschaftsfreundlichere Ausgestaltung der Preispolitik der HPA nicht im Widerspruch zu europäischen Regularien.“

Die Hafenwirtschaft übernimmt bereits heute Aufgaben, die in Teilbereichen von der öffentlichen Hand finanziert werden müssten. Zur Verbesserung der nautischen Abläufe kooperieren seit einigen Jahren Hafenunternehmen im Hamburg Vessel Coordination Center (HVCC) mit den Bereichen Feeder Logistik Zentrale und Nautische Terminal Koordination.

Um eine effiziente Abfertigung der UltraLargeContainerShips (ULCS) sowie der ebenfalls größer werdenden Bulker auf einem weiterhin hohen Qualitätsniveau zu gewährleisten, haben die Unternehmen verstärkt in neues technisches Equipment investiert. Darüber hinaus bietet der Hafen gut bezahlte Arbeitsplätze mit hohen Sozialstandards für jegliche Qualifikation.

Neben einer hohen Abfertigungsqualität spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ eine immer größere Rolle. Aufgrund der Lage des Hafens inmitten der Stadt ist sich die Hafenwirtschaft dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung sehr bewusst. Die Hafenbetriebe leisten durch eine Vielzahl von betrieblichen Einzelmaßnahmen, wie z.B. durch den Einsatz regenerativer Energien, Landstrom und synthetischer Kraftstoffe, batteriebetriebener AGV, effizienter Beleuchtungssysteme, Dual-Cycle-Technologie, Eco-Fleet, Hybrid-Loks und vieles mehr, einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Auch schreitet die Digitalisierung in den Unternehmen des Hafens weiter voran. Durch eine zunehmende digitale Vernetzung können verschiedene Prozesse und logistische Abläufe weiter optimiert werden. Initiiert vom Bundesverkehrsministerium wird ein „Digitales Testfeld Hafen“ als Pilotprojekt eingerichtet. Damit wird der Hamburger Hafen innovativer Taktgeber für andere Häfen in der Nordrange.

Gunther Bonz: „Im Hamburger Hafen werden nicht nur volks- und verkehrswirtschaftlich effiziente, sondern vor allem auch umweltverträgliche Transportketten miteinander verknüpft. Perspektivisch ist allerdings auch Augenmaß beim Klima- und Umweltschutz notwendig. Damit hier ansässige Unternehmen in einem globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben können, sind nur realistische, planungssichere und einheitlich in Europa geltende Umwelt-Regularien sinnvoll.“

Die Umweltbilanz des Seetransportes ist wesentlich günstiger als die des Luft-, Straßen- und Schienenverkehrs. Durch einen deutlich reduzierten Ausstoß von Emissionen bei großen Containerschiffen der neuesten Generation wird der Transport von Gütern auf dem Seeweg noch umweltfreundlicher. Damit ist eine Umsetzung der Fahrrinnenanpassung von Außen- und Unterelbe nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus ökologischer dringend erforderlich.

Hintergrundinformation: Seit mehr als 60 Jahren nimmt der UVHH als Wirtschaftsverband die gemeinsamen wirtschafts- und hafenpolitischen Interessen der Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit wahr und vertritt in seiner zusätzlichen Funktion als Arbeitgeberverband die arbeitsrechtlichen, tarif- und sozialpolitischen Belange der tarifgebundenen Unternehmen. Im UVHH sind mehr als 100 Hamburger Hafenumschlagsunternehmen und Unternehmen, die hierzu vor- und nachgelagerte Tätigkeiten ausüben, zusammengeschlossen.

Der Unternehmensverband ist Partner der Initiative „Zukunft Elbe“ und Mitglied der UmweltPartnerschaft Hamburg.

Weitere Informationen unter

Pressemitteilung zum Download (0 Bytes)