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Die Qualität der Infrastruktur wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für den Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen konnte in diesem Jahr trotz schwieriger wirtschaftlicher und verkehrlicher Rahmenbedingungen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern gegen den Trend wachsen. Für das Jahr 2013 erwarten wir einen Seegüterumschlag in Hamburg von etwa 136 Mio. t (+ 3-4 %) und im Containerumschlag von rund 9 Mio. TEU (+ 2-3 %).

Die Konsolidierung der Weltwirtschaft schreitet langsam, aber stetig voran. Da die Prognosen für das Wirtschaftswachstum der wichtigsten Handelspartnerländer des Hamburger Hafens positiv ausfallen, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Hamburger Hafens grundsätzlich gut. Allerdings beeinflussen die weiterhin ausstehende Entscheidung zur Fahrrinnenanpassung der Elbe, die sanierungsbedürftigen Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal sowie der allgemeine Zustand der Straßen- und Brückeninfrastruktur die Entwicklung des Hamburger Hafens.

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Große Sorge bereitet der Hafenwirtschaft der sich immer weiter verschlechternde Zustand der Infrastruktur sowie die langen Planungs- und Genehmigungsprozesse in Deutschland. Der Instandhaltungsrückstau bei der Infrastruktur gefährdet zunehmend den Logistikstandort Deutschland!“

Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist die Basis für Wertschöpfung, Wohlstand und Arbeitsplätze. Wir fordern daher die neue Bundesregierung auf, den Verkehrsetat um 7 Mrd. Euro pro Jahr zu erhöhen, um den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu sichern. Die Aufstockung darf jedoch nicht zu einer stärkeren Belastung von Unternehmen und Bürgern führen, da der Verkehrsbereich bereits heute durch Maut, Kfz- und Mineralölsteuer rund 40 Mrd. Euro pro Jahr an Einnahmen generiert. Es ist daher eine Umschichtung in den öffentlichen Haushalten zugunsten des Verkehrsressorts notwendig.

Darüber hinaus fordern wir eine Verkürzung der Genehmigungs- und Planungsverfahren durch:

  • eine Überprüfung des Instanzenweges für Infrastrukturprojekte sowie
  • eine Überprüfung und ggf. Modifikation des Verbandsklagerechtes.

Gunther Bonz: „Die Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens sind seit vielen Jahren bekannt. Es ist höchste Zeit, mit der Umsetzung der notwendigen Infrastrukturprojekte jetzt zu beginnen.“

Konkret fordert die Hamburger Hafenwirtschaft:

  • eine schnelle Realisierung der zentralen Infrastrukturprojekte - allen voran die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe, Verlängerung der A26 bis zur A1, Sanierung und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals,
  • eine dauerhafte Sicherstellung einer bedarfsorientierten Hafenfinanzierung, 
  • verlässliche Rahmenbedingungen; auch unter Kostenaspekten für die Wettbewerbsfähigkeit der Hafenwirtschaft sowie
  • eine Stärkung des Hamburger Universalhafens und der daraus resultierenden Anforderungen an die Infrastruktur.

Im Rahmen der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes 2015 begrüßt die Hamburger Hafenwirtschaft die Anmeldung der für die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Hafens notwendigen Infrastrukturprojekte durch den Hamburger Senat. Der Hamburger Hafen erfüllt für die exportorientierte Bundesrepublik Deutschland eine wichtige gesamtwirtschaftliche Funktion. Der bedarfsgerechte Ausbau seiner see- und landseitigen Infrastruktur ist daher eine nationale Aufgabe.

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