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Beginn der Erörterungsgespräche zum Planfeststellungsverfahren „Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe“

Der Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V. begrüßt den Beginn der Erörterungsgespräche am 19. März im Congress Center Hamburg (CCH) und spricht sich für einen schnellen Abschluss des Verfahrens aus.

Das seit Februar 2002 laufende Genehmigungsverfahren zur Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe geht in die nächste Phase: Am 19. März findet im Congress Center Hamburg (CCH) das erste von mehreren regionalen Erörterungsgesprächen statt. Aus diesem Anlass appelliert die Hamburger Hafenwirtschaft an alle Beteiligte des Verfahrens, sich für einen bedarfsgerechten und zügigen Ausbau der Unter- und Außenelbe einzusetzen.

Klaus-Dieter Peters, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Die umgehende Realisierung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe ist heute wichtiger denn je. Der Hamburger Hafen muss für die Container- und Massengutschifffahrt zu wettbewerbsgerechten Tiefgangsbedingungen erreichbar bleiben. Nur so können die Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens und sein großer Beitrag zum Klimaschutz beim Gütertransport erhalten und ausgebaut werden. Bereits heute verschlechtern sich die Wettbewerbsbedingungen des Standortes Hamburg durch den steigenden Anteil von Großschiffen, die den Hafen nur mit Tiderestriktionen erreichen können. Die anstehende Fahrrinnenanpassung bietet die große Chance, in einem ausgewogenen Gesamtkonzept die wirtschaftliche Zukunft zu sichern, den Deichschutz zu verbessern, der Herausforderung des Klimawandels zu begegnen sowie den Belangen von Umwelt- und Naturschutz gerecht zu werden.“

Seewärtige Erreichbarkeit - wichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor

Die seewärtige Erreichbarkeit des Hamburger Hafens für große Containerschiffe ist eine existenzielle Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens und damit für die wirtschaftliche Entwicklung der Metropolregion Hamburg. Häfen, die aufgrund zu geringer
Wassertiefe nur eingeschränkt erreichbar sind, werden zukünftig Marktanteile verlieren. Die gegenwärtige Entwicklung der Schiffsgrößen zeigt, dass die Schiffe der Post-Panmax-Klasse mit einem Tiefgang von etwa 14,50 Meter den neuen Standard bilden. Auch der vor kurzem beschlossene Ausbau des Panama-Kanals orientiert sich an dieser Schiffsgröße.

Hafen Hamburg - einer der größten Arbeitgeber Norddeutschlands

Vom Wachstum des Hafens profitieren nicht nur die Hafenbetriebe und ihre Mitarbeiter, sondern auch indirekt tausende Logistik- und Dienstleistungsunternehmen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Waren es im Jahr 2004 noch rund 145.000 Beschäftigte in der Metropolregion, die direkt oder indirekt vom Hamburger Hafen abhängig waren, so stieg die Zahl auf rund 167.000 im Jahr 2008. Der Hafen ist damit einer der größten Arbeitgeber Norddeutschlands. Der Fahrrinnenausbau trägt dazu bei, diese Arbeitsplätze zu sichern und neue, zusätzliche zu schaffen.

Globalisierung - Garant für zunehmenden Hafenumschlag

Die Auswirkungen der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf den Containerumschlag sind kein langfristiger Trend, sondern Folge der Weltwirtschaftskrise. Die Globalisierung ist nach wie vor intakt und wird mittelfristig zu einem Anstieg des Welthandels und damit auch des Hafenumschlags führen. Der Einsatz besonders großer Schiffseinheiten hat sich in den letzten Monaten wegen der Krise sogar verstärkt: Auf den Hauptlinien zwischen Asien, Europa und Amerika nehmen die Reedereien zunehmend kleinere Schiffseinheiten aus der Fahrt und fassen ihre Ladung auf Großcontainerschiffen zusammen, um damit die Transportkosten zu reduzieren. Allerdings können große Containerschiffe den Hamburger Hafen derzeit nur tideabhängig und nicht voll ausgelastet erreichen, was für die Reeder zu Einnahmeverlusten führt und die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens gravierend einschränkt.

Seeschifffahrt - umweltfreundlicher Verkehrsträger

Mit einem Anteil der Seeschifffahrt von über 90 Prozent am interkontinentalen Güterverkehr liegen die CO2-Emissionen global bei gerade mal vier bis fünf Prozent (aktuelle Studie der Hypo-Vereinsbank).

Damit ist das Seeschiff - gemessen an der Transportmenge - eines der umweltfreundlichsten Transportmittel. Mit neuen und großen Schiffen lässt sich der Energieverbrauch sowie der Schadstoff- und CO2-Ausstoß pro transportierte Ladungseinheit zusätzlich senken. Ein Containerschiff beladen mit 8.000 Standardcontainer (TEU) ersetzt rund 6.400 LKWs. Die gute verkehrs- und wirtschaftsgeographische Lage des Hamburger Hafens rund 130 km im Landesinneren führt dazu, dass der teure und umweltschädliche Transport auf dem Landweg im Vergleich zu küstennahen Häfen reduziert wird. Damit wird durch den Ausbau der Elbe nicht nur der Straßenverkehr entlastet, sondern gleichzeitig auch die Umwelt geschont.

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