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125 Jahre Verein Hamburger Stauer - Nichts ist so beständig wie der Wandel

Der Hafen Hamburg verbindet durch seine mehr als 800-jährige Geschichte Tradition und Moderne. Bestes Beispiel hierfür ist ein Berufszweig, der seit mehr als 100 Jahren zum Hafen gehört wie die Elbe zu Hamburg, das Stauerei-Gewerbe. Am 12. Dezember 2011 feiert der Verein Hamburger Stauer von 1886 e.V. sein 125-jähriges Bestehen.

Der Bäcker backt, der Maurer mauert, aber der Stauer staut nicht.  Er organisiert vielmehr die Be- und Entladearbeiten von Seeschiffen. Diese nach wie vor manuelle Arbeit wird mittlerweile von hoch spezialisierten Hafenarbeitern durchgeführt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war dies noch Aufgabe des Seemanns. Mit Beginn der Linienschifffahrt und festen Ankunfts- und Abfahrtszeiten war dies nicht mehr allein durch die Schiffbesatzung leistbar und es waren zusätzlich Arbeitskräfte notwendig, u.a. die „Schauerleute“ - wie sie früher genannt wurden. Eine klare Definition der Qualifikation für diese Berufsgruppe gab es nicht. Das Wissen wurde oft zuvor aus ausgeübtem seemännischem Beruf erworben und innerhalb des Unternehmens weiter gegeben. Ende des 19. Jahrhunderts waren knapp 10.000 „Schauerleute“ im Hamburger Hafen tätig.

Heute sind noch sieben Unternehmen mit rund 500 Beschäftigten in diesem Bereich tätig. Im Vergleich zu früher ist nicht mehr Muskelkraft, sondern vor allem Köpfchen gefragt. Aber ganz ohne körperliche Arbeit geht es doch nicht. So werden Ketten und  Drahtseile für die Ladungssicherung auch heute noch per Hand bewegt. Der Beruf des Stauers ist aber kein aussterbendes Gewerbe. Derek Stafford, Vorsitzender des Vereins Hamburger Stauer: „Konventionelles Stückgut und loses Massengut wird es auch zukünftig geben, und dafür brauchen wir Fachleute. Insbesondere weil Stückgüter immer größer, schwerer und hochwertiger werden.“

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